Thailand - Chiang Rai & Umgebung

Vom Grenzamt Hua Xai in Laos fahren wir per Bus über die Laotisch-Thailändische "Freundschaftsbrücke IV" nach Chiang Khong in Thailand, wo unser Vermieter schon wartet. Im "Niemandsland" bewohnen wir ein kleines Häuschen für eine Nacht und planen die nächsten fünf Wochen in Thailand im angrenzenden Lokal inmitten einer Kautschukplantage. Mit dem lokalen Bus - also langsamer als mit dem touristisches Minivan - fahren wir nach Chiang Rai. Es ist eine ruhige Stadt mit vielen alten Klöstern, zB. Wat Phra Kaeo mit einem sehr informativen Museum (Hongluang Saengkaew Museum) und einigen exaltierten neuen Anlagen (blauer Tempel, den wir nicht besuchen; weißer Tempel, eine moderne Interpretation eines buddhistischen Tempels; das sog.  Schwarze Haus, das Lebenswerk von Thawan Duchano). In der Innenstadt ein Blumengarten, hier wandeln wir durch blühende Orchideentunnel. Am lokalen Markt entdecken wir aufgebackenen roten sticky Reis mit Sesam samt etwas Zucker gerollt im Bananenblatt serviert, dazu frische Mango = unser Abendessen.


Uns zieht es ins goldene Dreieck, also nehmen wir wieder die lokalen Busse und fahren zum letzten Mal auf dieser Reise zum Mekong nach Chiang Saen. Es ist eine ruhige Stadt, in der wir alle paar Meter über alte Tempelruinen stolpern. An der alten Stadtmauer essen wir vegetarisch äußerst basal bei einer alten Köchin an der Straße. 

Im lokalen Museum erfahren wir ein wenig von der alten Lanna Kultur, auf die wir hier im Norden immer wieder stoßen.

 

Mit dem Rad fahren wir entlang des Mekong nach Sop Ruak, wo alle drei an der ehemaligen Opiumproduktion beteiligten Länder an der Mündung des Ruak in den Mekong aneinander grenzen: Thailand, Laos, Myanmar. Besonders beeindrucken uns die Informationen über die Geschichte des Opiums und der Opiumkriege - die Engländer  kontrollierten den Handel mit Opium, China wurde dadurch buchstäblich zerstört. Erst Mao Tsetung gelang es, Opium zu ächten - um einen verheerenden Preis für die Bevölkerung Chinas. Zwei erstklassige Museen widmen sich dem Thema. 


Über Mae Chan fahren wir nach Doi Me Salong in den Bergen, wo statt Schlafmohn/Opium jetzt Tee angebaut wird. Wir sind begeistert von dieser Berglandschaft, die entfernt an die Südsteiermark erinnert. Statt der Weinstöcke bestimmen hier die akkurat gesetzten und gestutzten Teesträucher die Hänge. Es ist so gebirgig, dass das schwache Leih-Motorrad  mit seinen 110ccm unser Gewicht nur mühsam über die steilen Bergstraßen bringt. Fast müssen wir schieben.


Zurück in Chiang Rai geht es dann mit einem großen Fernbus weiter nach Chiang Mai. 

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