Nach einer Nacht am Flughafen von Kuala Lumpur kamen wir am 13. November in Siem Reap an, schnelle Abfertigung samt Visa waren erfreulich, dann gleich mit einer neuen SIM Karte im Tuk-Tuk zum Homestay. Mr Sok Pen weist uns ein großes Holz-Haus nach Khmer Art, also ein großer Raum mit zwei großen Betten und Sofa, samt kleiner Terasse zu. Überraschend basal ist die Unterkunft, aber mit WC und Dusche, kein Spiegel. Wir sind verwöhnt vom Bali-Luxus... Wir merken aber schnell, dass unsere Unterkunft für Einheimische besonders ist, denn die Dusche mit Warmwasser ist etwas Besonderes!
Sechs Tage erkunden wir die große Geschichte der Khmer, die sich in unvorstellbar großen Tempelanlagen spiegelt. Wir sind oft zu Fuß unterwegs, da werden die Dimesionen erahnbar, sonst bringt uns Mr. La mit dem gefühlt langsamsten Tuk-Tuk der Stadt überall hin, wartet auf uns und ist der Garant, dass wir auch ein gutes Essen bekommen. Apropos Essen: Wir sind erstaunt, dass sehr mild gekocht wird, Martin braucht immer wieder Schärfe extra! Und wir trinken Ankor Bier.
Wir nähern uns den Wahrzeichen über den sog. großen Kreis, sehen alte Hindutempel, frühe buddhistische,Tempel, die für beide wichtig sind: Preah Khan, Ta Som, Pre Rup, Ta Prohm, Sra Srang.
Wir fahren in den Süden, um vom Tempelberg Phnom Krom die Sonne über dem Tonle Sap untergehen zu sehen. Unermesslich weitet sich hier der See und überschwemmt nach der Regenzeit und der Schneeschmelze im Himalaya große Gebiete.
Mit dem Auto geht es in den Norden zum heiligsten Berg Kambodschas, Phnom Kulem. Hier bestaunen wir den aus dem Gipfelfelsen gehauenen liegenden Buddha, der für die Gläubigen über Betontreppen zugänglich ist. Im nahen Bachbett finden wir stilisierte, geometrisch angeordnete, eingehauene Lingas, also stilisiert das männliche Prinzip.
Der nahe Wasserfall ist für alle in dieser Hitze ein Vergnügen. Wir gehen auf gekehrten (!) Wegen, über Steine und Holztreppen zwei Kilometer in den Wald und finden mitten im Bach den hinduistischen Tempel Kbal Spean. Im Flussbett eingemeißelte Abbildungen von Vishnu, Shiva und Brahma, Apsaras und heiligen Tieren, auch zahlreiche Lingas. Dieser mit der Natur verschmolzene Tempel erstreckt sich über und unter einem kleinen Wasserfall.
Ein aus rosa Felsen gebauter Tempel mit feinen Reliefs bildet hier den Abschluss, wir sind übersättigt von Eindrücken und hungrig.
Rechtzeitig mit dem Sonnenaufgang beginnen wir Ankor Wat zu erkunden, wo wir auf der höchsten Ebene ein buddhistisches Ritual mit Mönchsgesängen erleben. Ankor Thom, die ausgeklügelte Königsstadt bildet den Abschluss mit dem Ergehen der Stadtmauer, einigen Tempeln, ganz zum Schluss Bayon mit den Gesichtertürmen. Jetzt sind wir " tempeld out" und freuen uns auf die Flussfahrt.

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