Ubud Final Experiences

Ein Grippevirus zwingt uns seit dem 6. November Ruhe zu geben und unsere Liegestärke zu beweisen. Schwitzen wir aufgrund des Fiebers oder der Außentemperatur? Bei mir sind auch die Gelenke beleidigt, falsche Schuhe oder ... ?

Martin geht es besser und hält die Kommunikation nach außen (Einkaufen, Geld holen). Und wir können länger im Häuschen bleiben, falls wir noch Ruhe brauchen in ein Zimmer umsiedeln und die vielen Eindrücke verarbeiten.


Mittlerweile erkundeten wir die Umgebung auf drei unterschiedlichen Wanderwegen, zwischen jedem befindet sich eine Schlucht, die, wenn überhaupt, nur über kleine Brücken überquert werden können. Zwar sind im Norden die Reisfelder gleich hinter den Häusern (Museum oder Palast) steil bergan zu begehen, aber hier sehen wir sehr deutlich die Auswirkungen des Tourismus: Teile der Reisfelder werden trockengelegt und kleine Villen bis zu großen Betonklötzen draufgesetzt, zugänglich zu Fuß oder mit dem Motorrad über kleine Gässchen. In den verbliebenen Feldern beobachteten wir Reiher, die hinter dem pfügenden Bauer nach Futter suchen, im Schlamm grundelnde Enten und kleine Vögel, die am Reis interessiert sind und auf den Halmen wippen. Denn es gibt alle Reifestufen an überschaubaren Orten.

Mit Ivonne, die uns drei Tage besuchte, klapperten wir die angrenzenden Künstlerdörfer ab, Mas (Holzschnitzerei), Batuan (Malerei), Celuk (Silberschmuck) und unser Highlight: Sukawati, wo wir einen Wayang Kulit Puppenspieler und -hersteller besuchten. Die gebrauchten, alten, ausgebleichten Puppen gefallen uns besonders.

Ivonne und ich schleppten Martin auch in den Monkey Forest, wobei wir diesmal vor einer Makak Attack verschont blieben. Eine Legong-Aufführung im Königspalast überzeugte uns alle drei, musikalisch und tänzerisch, die erzählten Geschichten verstehen wir nach vorheriger Lesung der Kurzfassung sogar. 

Auch eine Wayang Kulit Aufführung schafften wir, leider etwas enttäuschend, zu eintönig die Gamelan-Musik, zu viel Geschrei und viel zu hektische Puppenbewegungen, die Schönheit der Figuren ist kaum zu sehen.


Und noch einmal ließen wir uns zu besonderen Tempelanlagen bringen, einmal zu Pura Guning Kawi, eine Anlage aus dem Fels gemeißelt, sehr groß und eindrucksvoll. Die heiligen Quellen des Pura Tirtha Empul sind auch für geführte "Reinigungszeremonien" von TouristInnen offen. Die rituellen, "echten", finden nur an Festtagen statt. Auch wenn man dann schon um 5 Uhr früh da ist, sei es dicht. Der Tempel war auch bei unserem Besuch übervoll von Gläubigen. Wir hörten/sahen gleich zwei Prozessionen zur Götterüberbringung. Am meisten erstaunte uns der nebenan über hohe/tiefe Treppen zu erklimmene Pura Pegulingan, zugleich ein archäologisches Denkmal, mit einer buddhistischen Stupa aus dem 8. Jahrhundert. Er wird traditionell von Hindus und BuddhistInnen gemeinsam, angeblich auch zugleich, für Zeremonien genutzt.

Noch einmal über steile Reisfelder (Tegallalang), die wir bei strömenden Regen bestaunen, geht es nach Ubud.


Einiges bliebe noch zu entdecken, aber jetzt ruhen wir, um in einigen Tagen verspätet, aber gesund nach Kambodscha zu kommen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Monika Müller (Montag, 14 November 2022 14:01)

    Liebe Sabine,

    super tolle Fotos, habt ja schon einiges erlebt. Wünsch euch eine gute Besserung und alles Gute für Kambodscha.

    LG
    Monika