Bali 5 - Ubud

Beim dritten Auftanzen bei der Imigrasi haben wir heute unsere Pässe mit Visum bis 2. Dezember zurück bekommen. Das gesamte Prozedere ist nur zu überstehen, weil die Angestellten immer freundlich sind und wir auf jeder Rückfahrt  bei einem Supermarkt Halt gemacht haben. Alles fürs Frühstück und Abendessen brauchen wir nicht 30 Minuten zu schleppen, nur drei. Die Straßen sind nicht für Fußgänger ausgelegt, die Motorräder dominieren, die Autos haben kaum Platz zum Parken. Parkenden Fahrzeuge blockieren den Verkehr, zum Gehen bleibt da kaum Platz. Erstaunlicherweise bleiben alle freundlich, warten, Motorräder schlängeln sich vor und vorbei und es gibt offenbar ohne Ampeln weniger Probleme. Keine Hektik, keine Wut, kein empörtes Gehupe. Alles fließt neben-, hinter- und ineinander. Bisher keine Unfälle gesehen, kaum Beulen in den Vehikeln. Erstaunlich. Wir gehen in Ubud zu Fuß,  Grab (Taxi) ist teuer und ein Motorrad bei diesen engen, kurvigen, teilweise steilen Strecken ist uns  (noch) zu mühsam. 

Mittlerweile kennen wir uns etwas in der balinesischen historischen und zeitgenössischen Kunst aus, haben wir doch drei große Museen besucht. Ebenso den öffentlichen Teil des Palastes besichtigt und mit Blick über den Lotusteich auf den von Touristen (auch von uns) bestürmten Pura Taman Saraswati Kaffee bzw. Cola getrunken.

Besonderen Eindruck hinterlassen die Kecak rufenden, tanzenden mit Feuer jonglierenden Männer bei einer nächtlichen Aufführung.

Eine besondere Erfahrung ist es für mich, beim Beginn des großen Tempelfestes mittendrin sein zu können. Unsere Vermieterin Komang kleidet mich ein, nimmt mich im Damensitz am Motorrad mit zum Dorftempel. Dort werden die Götter eingeladen dem größeren Tempel einen Besuch abzustatten. Nach geheimnisvollen Ritualen, Segnungen in alle Himmelsrichtungen und aller Betenden werden die Götter (in der Form von stlisierten Löwen) mit zwei großen Musikgruppen, Opferträgerinnen und etlichen Priesterinnen und Priestern unter Anteilnahme von Gläubigen auch aus den Nachbardörfern zum großen Tempel getragen (ca. 300 Aktive). Dort bleiben die Götter fünf Tage auf Besuch bei den anderen Tempelgöttern, dann werden sie wieder zurück gebracht. An allen Tagen gibt es besondere Gebete, Segnungen und Tänze.

Unser Tablet hat den Geist aufgegeben, sodass wir nun die Fotos extra hochladen. 


M: Als Sabine im Regen von der Zeremonie zurückkam, wollte ich ihr rasch die Gartentüre aufsperren. Die Stufen zum Garten sind verfliest und bei Nässe glitschig wie Glitsch. Auf den Hinterkopf geknallt, Hand geprellt.

    Die Lehren: 1) wenn Du Deine Frau nicht in den Tempel begleitest, strafen Dich die ... 1b) Hätte sie dort nicht aufrichtig gebetet, hätte ich jetzt Hirnblutung, hohen Querschnitt, Sepsis wegen Spitalszuständen, Handbruch, tiefes Cut, etc. 2) Sperre keine Tür ab, wo sowieso keiner reinkommt und Deine Frau bald eintrifft. 3) Bleib zu Hause in Graz, weil draußen ist's gefährlich. PS: Es ist mir nix passiert, Minibeule. - Das weiß man halt erst am nächsten Tag.

Heute wollten wir bei leichtem Regen mittagessen gehen. Die eben besprochene Gartentüre ist sehr schmal, man muss den Knirps schließen. Der Federmechanismus bei Sabine's Knirps löste aus und stieß mit ungeheurer Wucht tief in ihren hungrigen Bauch. Arnika Globuli halfen rasch, sie hat sich dann fast überessen, um die Delle im Bauch auszugleichen.

    Die Lehren: 1) Bete im Tempel noch intensiver. 2) Sieh jeden Knirps als potentielles Werkzeug böser Dämonen. 3) Geh bei Regen nicht außer Haus. 

Und dann wäre noch zu erwähnen, dass einer unserer Geckos Sabine von oben bekackt hat.

    Die Lehren daraus: 0


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